Nachrichten vom 29.06.2017

Rhein-Kreis Neuss

Weitere Schritte bei Standort-Frage von umstrittenen Konverter

Landrat Petrauschke glaubt, dass der Netzbetreiber Amprion den umstrittenen Strom-Konverter weiter in Kaarst bauen will. Amprion werde voraussichtlich an seiner Favoriten-Fläche in Kaarst an der Grenze zu Meerbusch festhalten, sagte Petrauschke im NE-WS 89.4-Interview. Heute beginnt die Klausurtagung des zuständigen Regionalrats. Morgen will Amprion sein endgültiges Standort-Gutachten vorstellen. Die bisher veröffentlichten Infos seien Zwischenergebnisse gewesen. Der Regionalrat befasst sich unterdessen mit dem Regionalplan - darin ist die Kaarster Fläche weiter für Kiesabbau vorgesehen. Eine Alternative wäre Dormagen-Gohr, an der Grenze zu Rommerskirchen. Die Gemeinde kritisiert das - schon jetzt sei sie durch die Braunkohlekraftwerke belastet. Rommerskirchen fordert eine Entscheidung zum Regionalplan und damit Klarheit für den umstrittenen Konverter.
 
 
 

Grevenbroich/Dormagen/Neuss

In Zukunft arbeiten Kreiskrankenhäuser enger zusammen

Die Kreiskrankenhäuser in Dormagen und Grevenbroich bilden ab sofort eine gemeinnützige GmbH. Der Kreistag hat das gestern rückwirkend zum 01. Januar beschlossen. Dadurch sei die Zukunft der Kreiskrankenhäuser gesichert, so Landrat Petrauschke. Außerdem sei jetzt der Weg frei für eine Fusion mit dem Neusser Lukas-Krankenhaus. Die hatte auch ein Experten-Gutachten empfohlen. Als einzelne Betriebe seien die Kliniken zu klein. Zusammen könnten sie aber eine gute, wohnortnahe Versorgung leisten.
 
 
 

Dormagen

Beitritt zu europäischer Anti-Rassismus-Städtekoalition

Die Stadt Dormagen will Teil einer europäischen Städtekoalition gegen Rassismus werden. Ihr Antrag soll heute Nachmittag im Rat beschlossen werden. Die Stadt will im Austausch mit anderen Kommunen erfahren, wie diese Diskriminierung bekämpfen. Der Bürgermeister wird dazu regelmäßig zu Treffen reisen. Das Ganze gehört zu einem Konzept zum gemeinschaftlichen Zusammenleben in Dormagen. Man wolle weiter gegen jede Form von Ausgrenzung und Fremdenhass eintreten, heißt es.
 
 
 

Meerbusch

Stadt will Vergnügungssteuer erhöhen

Die Stadt Meerbusch will künftig mehr Geld über die Vergnügungssteuer einnehmen. Heute Nachmittag sollen die Politiker im Stadtrat eine Erhöhung beschließen. Die Stadt hofft, so insgesamt rund 59.000 Euro einnehmen zu können. Das wäre mehr als doppelt so viel wie bisher. Zuletzt hatte sie rund 25.000 Euro eingenommen. Die Erhöhung soll ab nächstem Jahr gelten. In Meerbusch stehen aktuell rund 40 Glücksspielautomaten - die Steuer für diese Geräte fließt am Ende in die Stadtkasse.
 
 
 

Neuss

Taschengeldbörse funktioniert gut

Die Taschengeldbörse in Neuss wird gut angenommen. Diese Bilanz ziehen die Politiker heute Nachmittag im Jugendhilfeausschuss. Das Projekt gibt es seit Ende 2015. Jugendliche verdienen sich ein Taschengeld hinzu und helfen Senioren dafür im Alltag. Laut der Stadt sind bisher schon viele Kooperationen entstanden. Daher könne das Projekt auch auf weitere Neusser Stadtteile übertragen werden - zum Beispiel auf Derikum und Weckhoven. Auch in Meerbusch gibt es eine Taschengeldbörse.
 
 
 

Dormagen

Rat spricht über Lösungsvorschläge für Platznot im Rathaus

Das Rathaus in Dormagen braucht mehr Platz. Künftig sollen die Räume des Kundenzentrum der Energieversorgung Dormagen im Rathaus von der Verwaltung genutzt werden. Die Mitarbeiter des Energieversorgers sollen dann ausgelagert werden und am Haupt-Standort der evd - an der Mathias-Giesen-
Straße - zusammengeführt werden. Die Stadt braucht dringend mehr Büros. Zwar werden in den nächsten Jahren über 250 Rathaus-Beschäftigte in Rente gehen. Darum soll es aber mehr Azubis geben. Schon jetzt fehlen PC-Plätze und Büros. Heute Nachmittag will der Rat einen Lösungsvorschlag beschließen. Die evd-Mitarbeiter sollen künftig alle an der Mathias-Giesen-Straße arbeiten. Dafür soll ein benachbarter Anbau genutzt werden. Gleichzeitig werden damit im Rathaus wieder mehr Plätze für die Verwaltung frei.
 
 
 

Meerbusch

Verkauf des Geländes Am Alten Teich heute Thema im Stadtrat

Die Stadt Meerbusch will heute den Verkauf ihres Geländes "Am Alten Teich" in Lank-Latum beschließen. Am Nachmittag ist das Thema im Rat. Vorab hatte es eine große Diskussion unter den Politikern gegeben. Die Stadt wollte hier ursprünglich 16 Reihenhäuser für Flüchtlinge bauen. Wegen der sinkenden Zuwanderungszahlen ist das vom Tisch. Trotzdem brauche man Wohnraum. Deshalb will die Stadt das Gebiet verkaufen, um dort Reihenhäuser bauen zu lassen. Durch den Verkauf könne man rund 700.000 Euro einnehmen.
 
 
 

Grevenbroich

Stadt arbeitet weiter an Feuer- und Rettungswache mit dem Kreis

Die Stadt Grevenbroich hofft weiterhin auf eine gemeinsame Feuer- und Rettungswache mit dem Kreis. Das Thema sei noch nicht vom Tisch, heißt es vom Bürgermeister. Man sei dabei Gespräche zu führen. Vom Rhein-Kreis Neuss heißt es: Die Stadt sei am Zug Pläne vorzulegen. Grevenbroich will an der Wevelinghovener Straße eine neue Feuerwache bauen. Kostenpunkt: 8 Millionen Euro. Der Kreis will seine Wache am Kreiskrankenhaus umbauen. Daher kommt die Überlegung, eine Kombi-Wache in Grevenbroich zu bauen.
 
 
 

Meerbusch

Politiker im Rat entscheiden über neue Schnellbus-Linie

Zwischen Meerbusch und Düsseldorf soll es eine neue Schnellbus-Linie geben. Die Politiker im Rat wollen das heute Nachmittag beschließen. Die Linie soll zwischen dem Bahnhof Osterath und Düsseldorf-Aquazoo pendeln - überwiegend im 20-Minuten-Takt. So sollen die Meerbuscher Ortsteile Strümp, Osterath und Lank besser an den Düsseldorfer Norden angebunden werden. Im Januar soll die neue Linie starten. Sie kostet die Stadt Meerbusch über 85.000 Euro.
 
 
 

Grevenbroich

Termin für die Suche nach Blindgänger auf der Sportanlage "Zum Türling" steht

Nächste Woche Mittwoch wird auf der Sportanlage "Zum Türling" in Grevenbroich nach einer möglichen Bombe aus dem zweiten Weltkrieg gesucht. Das hat uns die Stadt gesagt. Vormittags rücke der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf zusammen mit einer Fachfirma an.
Seit Montag ist das Sportgelände wegen des Bombenverdachts gesperrt. Die Anlage soll eigentlich saniert werden. Deshalb sind Luftbilder aus dem Zweiten Weltkrieg ausgewertet worden. Dadurch gab es den Verdacht auf einen Blindgänger. Betroffen sei aber nur der Fußballplatz nicht die nebenan liegende Turnhalle. Man hoffe auf schnelle Ergebnisse. Die Stadt Grevenbroich geht aber davon aus, dass der Sportplatz noch einige Zeit für den Vereinssport gesperrt bleibt.
 
 
 

Neuss

Stadtwerke reagieren entspannt auf Studie zu Abwassergebühren

Die Stadtwerke Neuss reagieren entspannt auf die Studie zu den Abwassergebühren. Die hatte ergeben, dass die Kosten in Neuss deutschlandweit mit am höchsten sind. Ein Stadtwerke-Sprecher sagte, die Preise seien vor gut zehn Jahren gesenkt worden. Seitdem seien sie konstant - trotz allgemein steigender Kosten, wie Arbeitslöhne. Laut der Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln zahlt eine vierköpfige Familie in Neuss jedes Jahr fast 700 Euro an Abwassergebühren. In Ludwigsburg sind es nur 250 Euro.
 
 
 

Neuss

Abwassergebühren sind deutschlandweit mit die höchsten

Die Abwassergebühren in Neuss sind deutschlandweit mit die höchsten. Das belegt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln. Der Eigentümerverein Haus & Grund hatte sie in Auftrag gegeben. Die 100 größten Städte in Deutschland wurden untersucht. Grundlage waren die Abwassergebühren einer vierköpfigen Musterfamilie.
Bei uns aus dem Rhein-Kreis Neuss wurde nur die Stadt Neuss untersucht. Raus kam: hier zahlt man im Jahr fast 700 Euro an Abwassergebühren. Damit liegt Neuss im Ranking auf Platz 84. Noch teurer ist es in Krefeld und Mönchengladbach. Am günstigsten ist es in Ludwigsburg, da zahlt man nur rund 250 Euro im Jahr an Abwassergebühren. Haus & Grund fordert die Städte auf, Einsparpotentiale zu suchen. Die Wohnnebenkosten würden sonst zu hoch.
 
 
 

Rhein-Kreis Neuss

Raiffeisenbank Grevenbroich fusioniert mit der Volksbank Erft

Die Raiffeisenbank Grevenbroich fusioniert mit der Volksbank Erft. Das sagte uns ein Sprecher der Raiffeisenbank Grevenbroich. Die Vertreterversammlung habe so entschieden. Die Fusion müsse jetzt beim Amtsgericht angemeldet werden. Bis alles offiziell sei, dauere es voraussichtlich zwei Monate.
Durch den Zusammenschluss entsteht eine der größten Genossenschaftsbanken in der Region. Man freue sich über die Entscheidung, heißt es aus Grevenbroich. 300 Mitarbeiter und mehr als 70 000 Kunden sind betroffen. Ziele der Fusion sind: die gute wirtschaftliche Situation sichern und Kosten sparen. Betriebsbedingte Kündigungen sind nicht geplant. Alle Filialen sollen erhalten bleiben. Die Raiffeisenbank hat im Kreis 12 Geschäftsstellen: in Grevenbroich, Korschenbroich, Dormagen und Jüchen.
 
 
 

Neuss

Neuer naturwissenschaftlicher Trakt am Marienberg Gymnasium wird eingeweiht

Am Neusser Marienberg Gymnasium wird heute Vormittag der neue naturwissenschaftliche Trakt eingeweiht. Rund drei Millionen Euro wurden investiert. In dem Neubau gibt es unter anderem neue Chemie-, Physik- und Informatik-Räume sowie ein Schüler-Labor. Die Neusser Schule will so die naturwissenschaftliche Bildung der Schülerinnen schon früh fördern.
 
 
 
Am Nachmittag
mit Monique van Schijndel
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