Nachrichten vom 24.03.2017

Neuss

Stadt erinnert an Fütterungsverbot

Das füttern von wilden Tieren ist verboten. Darauf weißt die Stadt Neuss hin. Wer Tauben oder Wasservögel füttere müsse mit einem Bußgeld von bis zu 500 Euro rechnen. Man helfe den Tieren nicht. Im Gegenteil: Tiere würden sich stark vermehren und an das Füttern gewöhnen. Dadurch würden sie teilweise verlernen selbst Nachrung zu suchen. Außerdem leide die Wasserqualität durch die Futterreste.
 
 

Neuss

Neue Höchstgeschwindigkeiten in einigen Ortsteilen

In Neuss-Allerheiligen und Schlicherum müssen Autofahrer langsamer fahren. Vor der Grundschule Allerheiligen gilt ab jetzt Tempo 30. In Schlicherum wurde die Höchstgeschwindikeit an der Kreutung der Kreisstraße 20 und 30 auf 50 Gesenkt. Außerdem darf auf der K30 zwischen Allerheiligen und Hoisten nur noch 70 gefahren werden. Dadurch habe man gefährliche Stellen entschärft heißt es aus der Politik.
 
 

Dormagen

Förderung der Integrationsarbeit

Die Integrationsarbeit für Flüchtlinge der Stadt Dormagen wird vom Land gefördert. Als eine von zwölf Kommunen NRW-weit wurde die Stadt für das Programm "Einwanderung gestalten NRW" ausgewählt. Das startet im Sommer. Geld gibt es für die bessere Vernetzung zwischen einzelnen Behörden. Die Stadt klärt den Status des Flüchtlings. Der wird dann möglichst schnell von der Arbeitsagentur übernommen. Das Land übernimmt Kosten und finanziert zum Großteil (90%) zwei Arbeitsplätze bei der Stadt. Bis zu 280.000 Euro sind möglich, so die Stadt.
 
 

Neuss

Erneut Kritik an Windkraftanlage Hoisten

Eine Bürgerinitiative aus Neuss kritisiert den Kreis wegen der Windkraftanlage in Neuss-Hoisten. Konkret geht es um ein Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen den Betreiber, die Stadtwerke Neuss. Dieser solle beim Bau der Kabelverlegung einen Fehler gemacht haben. Der Kreis solle jetzt sagen, wie der Stand der Dinge ist.

Um die beiden Windräder in Hoisten gab es lange Streit. Es gab Klagen. Den Anwohnern sind die Windräder zu laut und zu nah an den Häusern. Seit letzter Woche sind sie aber in Betrieb. Die Bürgerinitiative wirft dem Kreis vor, die Bevölkerung nicht über den Ausgang des Ordnungswidrigkeitsverfahrens informiert zu haben. Sie versteht daher nicht, wieso die Räder trotz allem schon laufen. Die Neusser Stadwerke haben über 7 Millionen Euro in die Windräder investiert.
 
 

Grevenbroich

Stadt will weitere Überschwemmungen verhindern

Die Stadt Grevenbroich geht gegen möglichen Überschwemmungen im Stadtgebiet vor. Als erstes sollen die Probleme am Elsbachtunnel angegangen werden. Der läuft immer mal wieder bei starkem Regen voll. Deswegen sollen dort jetzt erstmal der Kanal an der Königsstraße vergrößert und die Leistung der Pumpen erhöht werden. Die Stadt hatte eine Studie in Auftrag gegeben.

Gestern wurden erste Ergebnisse der Studie vorgestellt. Sie analysiert, welche Wege das Wasser bei starkem Regen nimmt. Das sei hochkomplex, heißt es. Deswegen sei die Studie mit fast 40.000 Euro auch so teuer und würde auch so lange dauern. DIe Studie wurde bereits vor über einem Jahr in Auftrag gegeben. Im letzten Sommer gab es ein heftiges Unwetter im Rhein-Kreis Neuss. In Teilen von Grevenbroich liefen Keller voll - Straßen standen unter Wasser. Das soll in Zukunft verhindert werden. xy für NE-WS 89.4
 
 

Meerbusch

Germanwings-Katastrophe: Opferanwalt reagiert empört - Vater des Co-Piloten will Unschuld beweisen

Der Anwalt, der die Meerbuscher Opferfamilie der Germanwings-Katastrophe betreut, reagiert empört auf die Pressekonferenz heute in Berlin. Der Vater des Co-Piloten will nachweisen, dass sein Sohn die Maschine nicht absichtlich zum Absturz gebracht hat. Dazu will er ein Gutachten vorstellen. Es sei unbegreiflich und provokant diesen Bericht am Jahrestag des Absturzes zu veröffentlichen, so der Anwalt der Opfer. Bei dem Unglück vor zwei Jahren kamen 150 Menschen ums Leben - auch ein Ehepaar aus Meerbusch.
 
 

Kaarst

Geplante Gaspipeline soll nicht durch den Vorster Wald führen

Die geplante Gaspipeline durch den Rhein-Kreis Neuss soll in Kaarst woanders herlaufen als geplant. Das haben die Politiker im Stadtrat am Abend einstimmig beschlossen. Ursprünglich sollte sie durch den Vorster Wald führen. Um die Natur dort nicht zu zerstören soll sie jetzt westlich oder östlich an der K34 entlang laufen. Die geplante Leitung soll die Gasversorgung in den nächsten Jahren sichern. Sie verbindet Belgien und Deutschland und läuft auch durch Korschenbroich und Jüchen. Das Projekt kostet rund 600 Millionen Euro.
 
 

Neuss

Vermisster 12-Jähriger wohlbehalten gefunden worden

Ein 12-jähriges Kind aus Köln ist in Neuss wohlbehalten gefunden worden. Der Junge war bei der Polizei als vermisst gemeldet - es lief eine Fahndung. Ein 25-jähriger Neusser hatte den Jungen gestern am späten Abend am Hauptbahnhof in Neuss gesehen und die Polizei informiert. Die brachte den 12-jährigen vorsorglich für eine medizinische Kontrolle ins Krankenhaus. Laut Polizei gibt es aktuell keine Hinweise auf eine Straftat.
 
 

Meerbusch

2 Jahre Germanwings-Absturz: Opferfamilien reichen Klage ein

Einige Familien der Opfer des Germanwings-Absturzes wollen heute eine Klage gegen die Lufthansa einreichen. Darunter ist auch eine Familie aus Meerbusch. Der Anwalt der Opfer will erreichen, dass die Familien noch mehr Schmerzensgeld bekommen.
Heute vor genau zwei Jahren zerschellte die Germanwings-Maschine auf dem Weg nach Düsseldorf in den französischen Bergen. 150 Menschen starben - der Co-Pilot soll die Maschine absichtlich zum Absturz gebracht haben. Der Opferanwalt argumentiert: Die Lufthansa hätte den Piloten nicht fliegen lassen dürfen, weil er wegen Selbstmordgedanken in Behandlung war. Er fordert nochmal bis zu 30.000 Euro Schmerzensgeld. Die Fluggesellschaft sagt, dass sie bereits bis zu 100.000 Euro pro Opfer gezahlt habe.
 
 

Neuss

"Steuerverschwendung wegen langfristiger Anmietung der Flüchtlingsunterkunft" - Innenministerium weist den Vorwurf zurück

Das Land NRW weist die Kritik des Steuerzahler-Bundes zurück. Der hatte der NRW-Regierung Steuerverschwendung durch die langfristige Anmietung von Flüchtlingsheimen vorgeworfen. Das sei Blödsinn, sagte ein Sprecher des Innenministeriums auf NE-WS 89.4-Nachfrage. Das Land habe sowohl kurz-, mittel- als auch langfristige Anmietungen gemacht, um die Lage je nach Flüchtlingsstrom stabil halten zu können.
In Neuss hat das Land die Zentrale Flüchtlingsunterkunft an der Rennbahn für 25 Jahre gemietet. Laut Vertrag ist die Einrichtung nur für Flüchtlinge vorgesehen. Man wolle an der Vertragslaufzeit festhalte, sagte uns ein Sprecher des Neusser Bauvereins. Im Anschluss der Laufzeit können man sich vorstellen das Gebäude abzureißen, um die Fläche anderweitig zu nutzen. Die Flüchtlingsunterkunft wurde erst in diesem Jahr für 32 Millionen Euro fertig gebaut.
 
 

Neuss

Zukunft der Galopprennbahn offenbar weiter unklar

Die Zukunft der Neusser Galopprennbahn ist weiter unklar. Das ist laut Neuss-Grevenbroicher Zeitung das Ergebnis des Beteiligungsausschusses. Darin hatte der Reit- und Rennverein eine Art Konzept für die künftige Nutzung der Anlage vorgelegt. Das soll aber abgelehnt worden sein. Laut Zeitung ist der Verein für einen Ausbau der Anlage zum Sport- und Freizeitpark. Außerdem wolle er 80 000 Euro weniger Pacht im Jahr zahlen. Die Stadt Neuss wolle sich jetzt konkrete Gedanken über die Zukunft der Rennbahn machen, heißt es.
 
 
Am Wochenende
mit Marcel Pfüller
Nachricht schreiben
Wetter
3°C / 16°C
Neuss
Verkehr
A1
Kölner Ring: Dortmund - Köln
 
Weitere Nachrichten
 
 
Lokalnachrichten hören
  • 17:30h (24.3.2017)